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Klaus Tenner

tenner

Klaus Tenner beginnt mit dem weißen Malgrund. Der erste Strich zerstört das Weiß des Papiers, gleichwohl schafft der in Köln lebende Maler etwas Neues. Der kreative Prozess, das Schaffen, bedeutet immer auch ein Zurückdrängen des Vorhandenden.

“Ich male originär etwas aufs Papier bzw. die Leinwand, das ausschließlich von mir und aus mir heraus kommt. Dabei wechseln Kopf und Herz und Verstand und Gefühl einander ab.”

Manche Striche sind ganz bewusst, manchmal konstruiert, der Perspektive folgend; andere sind fast zufällig, ohne zielgerichtet zu sein, fast gekleckst, ganz unwillkürlich. Im Laufe des Malprozesses entsteht ein Ringen um das Bild, ein “Kampf” der Formen und Farben.

“So wie ich das Bild entstehen lasse, so lässt das Bild etwas Neues in mir entstehen: Es fordert mich heraus, lenkt mich in eine neue Richtung, beeinflusst mich in der Entscheidung, eine bestimmte Stelle im Bild weiter zu bearbeiten, oder eben nicht. Wir treten in einen Dialog.”

Dabei ist der gestalterische Prozess, das Ringen um das Bild der Antrieb. Klaus Tenner weiß zu Beginn nicht, was herauskommt. Das Bild entwickelt sich, es wächst und lässt ihn wachsen. Dabei scheinen die Stellen im Bild, um die der Maler am meisten “kämpfen” musste, die ihm am wenigsten leicht von der Hand gingen, oftmals die interessantesten, die stärksten.

“Je näher ich als Maler am Scheitern, am Nichtgelingen bin, desto überzeugender und stärker ist dann oft das Bild.”

Immer wieder werden Stellen im Bild, die möglicherweise schon ein malerische Stärke hatten, mit dem Ziel “geopfert”, vielleicht eine noch stärkere intensivere Aussdrucksform zu finden. Dieses Ringen um Komposition, Farbigkeit, Tiefe, Ausdruck, dieser Prozeß der Bildentwicklung ist Tenners Thema. Deshalb haben seine Bilder auch keine Titel, da - idealerweise - auch der Betrachter, immer die Möglichkeit haben soll, Neues in dem Bild zu entdecken, sich auf eine neue Sichtweise einzulassen.

Werke und mehr ......

 

Last modified onThursday, 16 May 2013 09:53

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